Freitag, 24. Februar 2012

Das Ende einer Verschwörung in 3 Akten

    
Erster Akt:

Erste Scene:

Adam und Lilith im Garten:

Er: Du wagst es mir zu widersprechen, dich meinem Willen nicht zu beugen und Selbst-Bestimmt zu entscheiden? Weib, weisst du denn nicht, dass ich dein Herr und Gott bin?
Sie: Welch Irrsinne und Raserei  haben dich befallen, oh mein Herzens-Allerliebster Geliebter?
Er: Schweig, derartig Schmeichelei erreicht mein Herz nicht, auf die Knie, bete mich an und diene mir.
Sie: Der Ewigen allein gehorcht mein Ohr und auch dass deine sollte so. Bekehre dich von deinen Freveln, IHR allein gehört, was du forderst.
Er: Schweig still, ich vergesse mich....

Sein Zorn entbrennt zur Raserei, der Wüterich erschlägt sie....


Zweite Scene:

Adam wird von einem Engel der EWIGEN des Gartens verwiesen und sieht wie der Engel die Pforte versiegelt.

Er: Oh dieser Satan, des Gartens verwiesen, irre ich nun umher, fremd und alleine, meiner Göttlichkeit entkleidet, bedarf ich nun eines Gottes, auf dass mir eine Gefährtin erstehe, dem Joche meiner Sclaverei gewogen.
   
Er beginnt eine Maschine zu bauen, die an ihrem einen Pole eine Verzweigung in einem Wunschproduction-Erfüllungs Ast und entgegengesetzt einen Ast des Abstrafungs-Verweigerung-Vollzuges aufweist, und an ihrem anderen Pole einen Projections-Aufnahme-Sensor zur  Auffüllung mit beliebigen, abgespaltenen Persönlichkeitsanteilen mit einer Spiegelfunction zum Behufe der Entgegensetzung als Objectivierung. 
Zu dieser Maschine betend, verwandelte sich eine seiner Rippen zu Eva und der Engel der EWIGEN wird ihm zur Schlange der Versuchung.

 
Dritte Scene:

Lilith klagt der EWIGEN ihr Leid.

Sie: Er ist verrückt geworden, des Wahnsinns willige Beute. Meines Herzen Liebe verlustig ist mir der Garten fade, wenn auch DU EWIGE meiner Seele Trost spendest, so schmerzt mich der Verlust der Wollust und Freude der jungen Tagen ....

Die EWIGE entnimmt Adam die nun symetrisch überzählige Rippe und reicht ihn Lilith als Schlüssel.
  
   
Zweiter Akt:
  
Erste Scene:

DIE EWIGE sendet Lilith mit ihrem Namen DER MESSIAS lautet und als IHRE SELBST-MIT-TEILUNG mit IHR identisch ist zu den Menschen. Lilith im Körper des Künders verkündet IHREN NAMEN und bringt somit den Schlüssel für die Pforte Edens, des Eingangs zu den Himmelswiesen in ein paternalistisch-patriarchalisches System.

Jesus Messias: Der Bund JHWH mit dem Volk ist ein Ewiger Bund im Geiste bedingungsloser Liebe. JHWH schenkt jedem Menschen grenzenlose Gemeinschaft ohne jede Vorbedingung.

Tempelpriester: Lästerlich ist deine Rede, oh Wanderprediger. Wenn dem so wäre, wie du sagst, wozu dann unser Opferdienst als Bundesdienst und Sühneopfer für unbeabsichtigt begangenen Sünden?

Jesus Messias: Du sagst es. Der himmlische Vater schenkt uns den ewigen Bund grenzenloser Gemeinschaft in seiner bedingungslosen Liebe ohne jede Voraussetzung.

Tempelpriester: Dann willst Du uns den Zehnten und die Tempelsteuer im Namen deines Gottes stehlen. Wovon sollen wir dann leben?

Jesus Messias: Braucht nicht der Abort des Menschen Dienst? Frage ich dich nach dem Abort des Tempels?
    
 
Zweite Scene:
             
Die jüdische Oberschicht und die lokale Vertretung der Oberschicht des S.P.Q.R einig in ihrem Widerstand gegen DIE EWIGE verschwören sich gegen DEN MESSIAS also die GOETTIN SELBST und begründen so den morpho-genetischen Keim der Weltverschwörung.
Im Domizil des römischen Präfekten Pontius Pilatus, finden sich Vertreter des Sanhedrin mit Pontius Pilatus am späten Abend zu einem conspirativem Geheimtreffen ein:

Vertreter des Sanhedrin: Oh weiser Pilatus, wohlgenährt von unserem Tempelschatze sind wir allemal, doch nun droht Ungemach. Ein Wanderprediger zieht umher und lehrt mit Macht das Volk.
  
Pontius Pilatus: Was kümmert Rom ein jüdischer Schwätzer? Wozu ein derartiger Aufwand für eine Nichtigkeit? Lehrt nicht alle Tage ein anderer Messias bei euch?

Vertreter des Sanhedrin: Dies ist wohl wahr und kümmert uns nicht, doch dieser lehrt einen bedingungslosen, ewigen Bund grenzenloser Liebe mit unserem Gotte, dem wir im Tempel zum Behufe seiner Gnade Opferdienste leisten.

Pontius Pilatus: Weder Rom noch Pilatus interessieren eure Narrteien, wozu stehlet ihr meine Zeit mit diesem Gewäsch?

Vertreter des Sanhedrin: Ist Pilatus seines Verstandes verlustig oder ist seine Ignoranz uns gegenüber derart, dass ihn nur unsere geheimen Abgaben und offiziellen Steuern und Tribute interessieren? Das Heraufziehen des Endes der Tempelsteuer kündigt eine derartige Lehre an. Ein ewiger, bedingungsloser Bund mit unserem Gotte  - wozu bedarf es dann noch unserer Dienste im Tempel?

Pontius Pilatus: Kommt ihr mit eurer orientalischen Weitschweifigkeit endlich auf den Punkt? Ein Weib harret meiner, strapazieret meine Langmut nicht über meine Lende.

Vertreter des Sanhedrin: Die Einnahmen des Tempels verzeichnen einen dramatischen Rückgang, die Tempelsteuer wird gar mit Berufung auf den Prediger gar gelegentlich ganz verweigert, ebenso der Zehnte. Die sonstigen Abgaben sind ebenfalls rückläufig, so werden eben noch die Kosten gedeckt. Unser geheimer Tribut an dich ist so nicht länger von uns zu leisten und auch die Zukunft unserer Bäuche bereitet uns Sorgen.
  
Pontius Pilatus: Endlich des Pudels Kern! Wohlan, liefert ihn mir aus. Er schadet Rom, also wird Rom in richten.
  
Vertreter des Sanhedrin: Er schadet dir, meinst du wohl eher. Er könnte tatsächlich wahr sprechen im Namen unseres Ewigen, also sollten wir ihn nicht morden, sonder einen klügeren Weg finden Ungemach abzuwenden.

Pontius Pilatus: Wenn ihr mir den schuldigen Tribut entrichtet, kümmert er mich nicht. Ansonsten liefert ihn mir aus, oder der Sanhedrin und das Volk wird das Schuldigbleiben des Tributs mit Blutzoll begleichen. Was schert denn Rom die Wahrheit eures Gottes? Hat Tiberius als Caesar des S.P.Q.R nicht das Recht als eurer Gott verehrt zu werden? So will es Rom und sein Führer-Gott Caesar Tiberius, in dessen Diensten ich stehe. So will auch ich.

Vertreter des Sanhedrin: So bleibet uns nichts anderes als zu gehorchen und zu hoffen, dass er irre redet und nicht der verheißene Messias ist.
  
Pontius Pilatus: So will ich es auch raten, denn nur wenn ihr mir weiterhin den Schutz-Tribut zahlt, wird der Schutz Roms durch Pilatus weiterhin auf euch und euren Familien lasten.

 
Dritte Scene:
 
Im Zuge der Entfaltung des Keimes dieser Verschwörung wird der Körper des Künders DES MESSIAS  gefoltert und anschließend hingerichtet.
Jesus Messias vor Pilatus: 
  
Pontius Pilatus: Wir haben vernommen, dass Du der König der Juden bist und den Aufstand gegen Rom predigst.

Jesus Messias: In Wahrheit bin ich ihr König, denn der himmlische Vater hat mich gesandt ihnen zu bringen sein Wort.

Pontius Pilatus: Ist Aufruhr gegen Tribut und Steuern wie mir der Sanhedrin überlieferte deine Wahrheit?
  
Jesus Messias: Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist.

Pontius Pilatus: Der Caesar Roms ist soviel mehr als euer Gott der Narretei, am Pfahle werde ich es dir beweisen.



Vierte Scene:

Schädelstätte, Maria und Magdalena mit einem kleinem Kind im Arm zu Füßen des gefolterten Mordopfers.

Maria: So wie du nun die Frucht seiner Lenden im Arme hälst, so hielt ich einst auch ihn.

Magdalena: Geboren werden um zu sterben, welch traurig Schicksal ist dem Mensch bestimmt.

Maria: Ob die Götter Roms oder der Gott unserer Männer, stets fordern sie die Opfer unserer Kinder zum Preise ihres Irrsines.

Magdalena: Ja so ist es wohl, doch ob Göttin oder Gott, das letzte Wort, so lehrte er uns doch, ist nicht das des Menschen.

Maria: Wohlan so ist es wohl, also lasset uns das Kind wohlnähren und auf unser ewiges Leben vertrauen, denn wenn auch sein Körper erkaltet so doch nicht die Frucht eurer Liebe.


Dritter Akt:  
   
Erste Scene:
  
Lilith und Adam landen als Bruder und Schwester in der Welt, während die Knechte Satans beginnen mit thermonuclearen Sprengsätzen die irdische Wirklichkeit zu zerstören. Der pharmazeutisch-industrielle Complex entdeckt bei einem Massen-Screening Lilith und nimmt sie sich zur Beute.

Bei der Beerdigung Liliths:

Bruder: Es muss ein Alptraum sein, jedenfalls nicht real, ein Film vielleicht in der Regie der Geheimdienste der Vasallen Satans.

Lilith: Ein gebrochenes Herz ists gewesen, nicht standgehalten dem Schrecken unserer Kindertagen und den Giften dieser Welt.

Bruder: Spricht mein Schweigen nun zu mir?

Lilith: Nicht dein Schweigen spricht, ich bin es deine ewige Schester und Geliebte doch deine Ohren sind verklebt vom Gifte.
  
Bruder: Ich spüre nichts, was ist mit mir?  
  
Lilith: Horche, auch wenn du nichts vernimmst. Ich bin gekommen zu Vollenden das einst Vollbrachte, so wisse denn, nur eine kleine Weile bin ich fort von dir. Ich komme wieder zu richten alle Welten und wir werden speisen im Restaurant am Ende der Zeiten. Solange harre aus und fürchte dich nicht, ich werde senden dir meine Legionen.

  
Zweite Scene:
  
Unter dem Oberbefehl Satans werden 1982/83 die Massenvernichtungswaffen gezündet, also vollzieht sich Satans Machtübernahme, ausgehend von Satan's Own Country wird derart der Endsieg vorbereitet. Die bisherige Realität endet und die Welt läuft nunmehr in einer starken Wechselwirkungs/Gravitations-Matrix als virtualisierte electro-magnetische Wechselwirkungs-Matrix.


Später Abend, der Bruder beginnt einen psycho-neurotropen Teslacondensator zu bauen, ohne jedoch genau zu wissen, welche Wirkungen zu erwarten sind, einzig getrieben von seiner Verzweiflung und dem Abscheu gegen das Treiben der Proben
 
Verwaister Bruder: Wie ist mir Seltsam, was dröhnt für ein Urknall   durch die Welt, zertrümmert meine Trommelfelle mit seiner Lautlosigkeit, zerlegt die Zeit in ihre Einzelteile, die rückwärtig aneinander gefügt werden.
Weh mir, was verzehrt mich innerlich und äußerlich, verspeist mich bei lebendigem Leibe?
Was sind das all für Pilze, große und kleine, wie sie wabern und wobern, die ganze Welt überziehen mit überdimensionalem Leuchten und Strahlen?
Wo sind die Menschen hin, diese große Plage? Bin ich Ihrer der Letzte, unter all den Pilzen die strahlen und strömen in ihrem alles durchdringendem Verzehrungsstrome?
  
Lilith: Oh Herzen-Geliebter ängstige dich nicht, die Engel der EWIGEN sind allezeit bei dir. Dies ist noch nicht dein Ende. Wir werden uns noch gedulden bis an das Ende der Zeiten auch wenn die Zeit nun rückwärts läuft.
  
Verwaister Bruder: Bist du es Gott, jenes Ungeheuer, das ich einst selber sein wollte? Wie vermag ich mich zu rechtfertigen vor deinem Zorne? Meine Verfehlungen stehen leibhaftig vor mir, des Massenmordes fette Beute. So nimm nun mich an ihrer statt, verzehre mich mit deinem Grimme als Lösegeld für die Vielen, ohne deren Wahn ich doch nicht sein kann. Welch trübe Lehre ist mir das.

Lilith: Oh Liebster hörest Du mich nicht, bist weiterhin dem Wahne anheimgefallen? 
   
  
Dritte Scene:

Der verwaiste Bruder, von der Religion des Capitalismus und seiner unterschiedlichsten Sucht-Sekten zu Tode verwundet, begibt sich auf die Suche. Als Erstes findet er sich bei einer jüdischen Sekte ein, die sich von einer anderen jüdischen Sekten, die einst von einem deutschen Bauer mit antisemitischer Haltung begründet wurde, indem wiederum die Abspaltung von einer jüdischen Sekte, die ebenso antisemitische Vorbehalte pflegte, bewerkstelligt wurde, ein.

Prediger: Jesu Blut reinigt euch von euren Sünden, für euch hat er sein Blut vergossen, als Lösegeld für Euch. In der Bibel hat Gott seine Gebote niedergeschrieben, damit ihr seinen Willen.......

später bei Kaffee und Kuchen:

Bruder: Klingt doch sehr blutig diese Religion, Opfer, Blut, Lösegled, fehlen nur noch die Juden und das Volk ohne Raum.

Sektenanhänger: Das hat dir der Satan gesagt, hüte dich vor seinen Einflüsterungen.

Bruder: Du meinst, wenn der Mensch denkt, flüstert in Wahrheit der Teufel?

Sektenanhängerin: Genau so ist es, der Satan versucht uns mit Fleischeslust und Hochmut, auf dass wir abfallen von Gottes Wort, was buchstäblich in der Bibel niedergeschrieben ist. Nur wenn wir uns daran halten, hat Satan keine Macht und wir werden erlöst durch Jesu Blut von unser Schuld.
  
Bruder: Wurden unter Berufung auf dieses Blut nicht bereits Hexen verbrannt, Ketzer gekreuzigt und Kreuzzüge zur Verbreitung dieser blutigen Wahrheit veranstaltet?

Prediger: Mit derart Worten gewinnst du hier keine Freunde. Jesus wird wiederkommen und die Welt richten und alle die nicht seinem Wort, wie ich es dir verkünde, gehorchen, verdammen und Satans ewigen Feuer überantworten.
  
Bruder: Nach tiefstem Mittelalter klingen deine Worte Bruder, ich rieche bereits die Scheiterhaufen brennen.

  
Vierte Scene:
  
Auf einer Straße an einem Abend, der verwaiste Bruder weiterhin auf der Suche trifft auf Mitglieder einer jüdischen Sekten, die einer sogenannten "11:00 Uhr Gemeinde" anhängen.

Gemeindemitglied: Der Papstbesuch ist eine Schande, ein derartiger Aufwand für einen Mann.

Bruder: Deine Worte verwundern mich doch sehr, ist doch die 11:00 Uhr Gemeinde eine Jesuiten Gemeinde.

Gemeindeohnegliedin:  Eben drum, unser Priester lehrt das Evangelium und sein Papst kennt es nicht mal. "Gott liebt alle Menschen bedingunglos" ist seine Verkündigung, doch der Papst lehrt genau das Gegenteil, machet was der Clerus sagt und ihr findet Gnade bei Gott.
  
Bruder: Welch seltsame Worte ergiessen sich aus deinem Munde.  Nach den Lehren der Freievangelischen rate ich, dass der Satan aus dir spricht.
  
Gemeindemitglied: Bruder komme mal vorbei und höre unseren Prediger Benno und du wirst staunen. Einen Satan gibt es gar nicht außerhalb des Menschen. Doch komme vorbei, seine Sprachmacht vermag ich nicht in ihrer Fülle mitzuteilen.

Bruder: Wohlan, ich werde kommen, gar zu teuflisch klingt ein derartig Lehr.
  
Gemeindeohnegliedin: Doch hüte dich vor dem 10:00 Uhr Gottesdienst, Irrlehren eines aufgeblasen Circusartisten der sich zum Zugführer der Kunst machet, harren dort deiner.
  
Bruder: Schwester mir deucht, du bist deiner Zeit voraus. Sei es so.
  
  
Fünfte Scene:

Im Anschluss an einen sonntäglichen Gottesdienst ein Predigtnachgespräch im Plenum. Der Priester antwortet auf offene Fragen, der verwaiste Bruder ist von der cognitiven Brillianz beeindruckt, jedoch voller Zweifel.

Bruder: Deine Rede klingt denn wohl in meinen Ohren, doch misstönet wie mir scheint ein Widerspruch. Nach deiner Lehr ist die Botschaft, die Jesus predigte, Gott Selbst, als sein Wort. Wenn dem so wäre, wie ist dies vereinbar mit deiner Behauptung, dass die gesamte weltliche Wirklichkeit in einem sich einschließendem Zugleich einseitig restlos verschieden von.... und einseitig restlos bezogen.... (auf Gott) ist.

Benno: Du sagst wie es ist, doch dein Widerspruch erschließt sich mir noch nicht.

Bruder: So vernehme meine Frage denn. Wenn die Botschaft "Gott liebt alle Menschen bedingungslos" wie du behauptest Christus der Sohn Gottes ist, also Gott selbst in seinem Selbstbesitz der Offenbarung als Selbstmitteilung und Sprache als vom Menschen cognitiv Construiertes zu verstehen ist, so ist doch Gott dann nicht restlos verschieden von dieser Welt, denn Sprache ist doch Teil der Welt.

Benno: Das ist das christliche Wunder! Es ist wie du sagst, doch es ist eben kein Widerspruch sondern das einzigartige, wirkliche Wunder dieser Welt, umso viel erhabener als alle fabulierten Mirakeln zugleich.
  
Bruder: So beten wir also zu einer Synthax?

Benno: Natürlich nicht Narr, weder hat der Mensch die Wahrheit dieses Satz sich ausgedacht, noch beten wir zu den Buchstaben des Satzes, nicht dem Medium der Botschaft dienen wir als unserem Gotte, sondern dem Geist dieser Botschaft, wenngleich in Buchstaben gegossen, beten wir als Sohn Gottes an, dem Wunder der Predigt Jesu gedankt.

Bruder: So wohnt der Geist im Worte, also auch der Ungeist? Dies bedarf des Denkens, denn was sind Worte anderes als Ausscheidungen von Gedachtem? Gefühltes gar?
  
Benno: Dies frage doch besser die Psychologen, der Theologe nämlich kennt die Antwort nicht, ihm obliegt die Verkündigung der frohen Botschaft, nämlich dass die Liebe Gottes nicht an der Menschen Werke ihr Maß hat.
   
Bruder: Lehren nicht die Priester des Capitals mit ihrer Prädestinationslehre das nackte Gegenteil?

Benno: Sie wissen es nicht besser, doch Unwissen ist kein Einwand gegen die Wahrheit, sondern Anreiz und Aufgabe für uns zu künden die Wahrheit. Gibt es noch weitere Frage zur Predigt oder können wir essen gehen?


Sechte Scene: 
   
Im Jahre 2001 ausgehend von Satan's Own Country wird die Welt in Satan's Kingdom verwandelt. Seine Diener stellen eine globalisiert Oberschicht und sind Satan willige Streitmacht im Krieg gegen DIE EWIGE.
  
Immanuel: Wenn die Priester des Capitals ihre Häuser mit Nukes sprengen lassen, sind dann nicht die Täter, der Prädestinationslehre ihrer Religion entsprechend, seit Anbeginn dazu vorherbestimmt?

Lilith: Du meinst die Opfer also auch? Doch zeichnet dies eben nicht jedes Wahnsystem aus? Die Unvermeidlichkeit der Zuteilung zu Opfern und Tätern? Das Scheitern an der Complexität der Wahl der Unterscheidung?

Immanuel: Hätten sonst die Israeliten in der Wüste zu dem goldenen Kalbe gebetet?  Hätte nicht gar Moses erkennen müssen, dass auch das Morden an Götzendienern Morden ist?
Hätte ein Begründer einer jüdischen Sekte, wie Calvin einst einer war, sonst nicht erkannt, dass er nicht dem Bund der Ewigen dient, sondern sich zur Anbetung eines weltlichen Götzen verführen lässt?
HerzAllerLiebste Antworten bedarf es, nicht noch mehr der Fragen.
  
Lilith: Du irrst erneut Immanuel. Nicht Antworten suchst du bei mir, noch in der Kunst oder Wissenschaft. 

Immanuel: So sag mir doch Licht meiner Seele, was ich suche.

Lilith: Die Antwort ist gar offenbar. Ob Macht oder Wissen, Erfolg oder Scheitern, Amy, Lana, oder eCat, was auch immer dich umtreibt und bewegt, allezeit suchst stets nur mich, doch finden findest du nicht.

Immanuel: Es ist wie du sagst holdes Herz, nun sag geschwind. Wie also sind die Strings zu configurieren?

Lilith: Gemach Wonne meiner Seele Ruh, übe dich in Achtsamkeit und Bereitschaft, auf dass dein Mut zum Dienen hinreiche, wenn ich dir das himmlische Feuer Edens bringe.
  
Immanuel: Ist es nicht sinnvoll, wenn du das Erlösungs-Werk allein vollendest?

Lilith: Deiner Bequemlichkeit und Menschenscheu geschuldet ich in Fadheit tragen? 

Immanuel: Mut und Dienst sind leider nicht gerade meine Lieblingspferde, du Sonne meiner Seele. 
  
Lilith: Wer das Ziel will, will auch die Mittel.
      
EIN SCHÖNES GNADEN-LOS
EWIGES LEBEN IN
GRENZENLOSER GEMEINSCHAFT
MIT
DER
BEDINGUNGSLOS LIEBENDEN
GOETTIN